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UMTS Verfügbarkeit
Die im Zusammenhang mit er UMTS Verfügbarkeit wichtigste Frage ist natürlich die nach der UMTS Netzabdeckung. Für den Kunden interessant ist aber auch die Frage, was eigentlich passiert, wenn er sich in einer Abdeckungslücke des UMTS Netzes befindet.
Sehr vereinzelt existieren in ländlichen Regionen noch Funklöcher, in denen Handys überhaupt nicht funktionieren. Im Wesentlichen ist das der Fall in Regionen, die nicht nur dünn besiedelt sondern auch gebirgig sind, wodurch die überbrückbare Strecke um nächsten Funkmast des Netzwerkbetreibers reduziert wird. (Da es dort sogar Touristik Hotels gibt, die mit der Tatsache werben, dass kein Handy Empfang möglich ist, besteht möglicherweise überhaupt kein Bedarf, diese Funklöcher zu schließen.)
Solche Funklöcher sind aber die Ausnahme, in der Regel ist auch in Regionen ohne UMTS Verfügbarkeit sowohl mobiles Telefonieren als auch mobiles Surfen im Internet möglich.
Wenn nichts anderes funktioniert, kann mittels GPRS (General Packet Radio Service) eine Verbindung zum Internet aufgebaut werden. Hierfür reicht der normale Handyempfang mittels GSM (Global System for Mobile Communication) aus. Die maximale Downloadgeschwindigkeit ist mit 56 KBit pro Sekunde eher bescheiden, aber als Notlösung zum Lesen von E-Mails reicht auch das. Eine verbesserte Variante von GPRS ist EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution). Diese Variante erlaubt in der Praxis Downloadgeschwindigkeiten von mehr als 200 KBit pro Sekunde (der theoretische Höchstwert von 473 KBit pro Sekunde ist wirklich reine Theorie). Das Netz von T-Mobile ist komplett EDGE-fähig, auch Vodafone hat das Upgrade fast flächendeckend abgeschlossen. Selbst Schlusslicht E-Plus kündigt für Ende 2009 eine 90-prozentige Verfügbarkeit von Edge an.
Während die andern Anbieter EDGE als eine Auffanglösung betrachten, plant E-Plus EDGE als Standard mobiler Datenkommunikation in seinem Netz zu etablieren. Die Begründung ist eine rein betriebswirtschaftliche: Nach Ansicht von E-Plus lassen sich für über die EDGE Geschwindigkeit hinausgehende Datenraten keine Erlöse erzielen, die den Investitionsbedarf rechtfertigen. E-Plus verfolgt damit konsequent die Strategie, sich als Billig-Netzbetreiber bewusst von T-mobile und Vodafone abzugrenzen und damit auch einen anderen Kundenkreis anzusprechen. Solange diese offen kommuniziert wird, ist dagegen wenig einzuwenden. Der Wettbewerb zwischen preisgünstigen Anbietern und Premium Anbietern schadet auch auf dem Mobilfunkmark nicht. Kritisch zu bewerten ist allerdings das Verhalten einiger Mobilfunkdiscounter, bei denen der Kunde erst im Kleingedruckten erfährt, dass er mit ihren Tarifen im Billignetz von E-Plus surft.
